Aktuelle Gartentipps

Stand: 13.7.2017

Jetzt hat für die meisten Gehölze die beste Zeit für den Pflegeschnitt begonnen. Der Hauptwachstumsschub des Frühlings ist vorbei, der Saftdruck in den Zweigen hat nachgelassen und an den langen warmen Sommertagen treiben Bäume und Sträucher nach dem Schnitt dort aus, wo es die Gartenbesitzer wollen. 

Einschränkungen gibt es bei Koniferen, die werden am besten im August geschnitten. Steinobst schneidet man direkt nach der Ernte, also Süßkirschen z. B. jetzt und bis Anfang August. Beerensträucher werden ebenfalls nach der Ernte geschnitten. Und spätblühende Sträucher und Hecken, wie die Schneebeere, werden am besten im Spätherbst nach dem Laubfall geschnitten. Diese Sträucher wollen wir für Bienen und wilde Insekten blühen lassen. 

Wenn Gemüsepflanzen bei dem diesjährigen feuchtwarmen Sommer vorzeitig gelb werden und stecken bleiben, kann das an fehlenden Nährstoffen im Boden liegen. Die Pflanzen verarbeiten bei den zurzeit noch 16 Stunden langen Tagen besonders viel Nährstoffe. Wurde der Boden im Frühling oder Herbst mit reichlich Kompost versorgt, sollte noch genug davon im Boden sein. Liegt diese Grunddüngung schon länger zurück, muss jetzt unter Umständen nachgedngt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass auf der Fläche in den nächsten Wochen nichts zu ernten ist. Denn ob natürlicher oder Kunstdünger, die Nitrate und Phosphate und das Kalium gehen immer auch in die Frucht bzw. den Kohl- oder Salatkopf. Solche Pflanzen, die bald geerntet werden, sollten bei der Düngung ausgespart oder weniger gedüngt werden. Brennnesseljauche ist übrigens auch ein hervorragender schnell wirkender Dünger. 

Schnell wirkende Dünger haben aber nur noch jetzt im Juli Sinn. Ab August werden die Tage kürzer und die Pflanzen stellen sich auf den Herbst ein. Der Düngeschwerpunkt wird dann mehr auf Kalium gelegt, was die Pflanzen gut auf den Winter vorbereitet. Stickstoffbetonter Dünger vermindert ab August die Lagerfähigkeit von Gemüse. Und wenn es kühler wird, steigt für kurze Zeit das Wasser im dann noch wärmeren Boden auf und holt Nährstoffe mit sich. Deshalb besteht im August und September die Gefahr von Überdüngung und es sollte in dieser Zeit sparsam gedüngt werden. Ausgenommen sind Kübel und Balkonkästen, die müssen mit ihrem begrenzten Nährstoffvorrat kontinuierlich weiter gedüngt werden. 

Ein paar Trinkschalen für Insekten, Vögel und andere Tiere mit täglich frischem Wasser können bei Trockenheit lebensrettend sein, falls es dieses Jahr noch mal trocken wird. Die Tiere bedanken sich mit der Erhaltung der Artenvielfalt im Garten, so dass der Garten gesund bleibt.

 

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