Aktuelle Gartentipps

Stand: 8.5.2021

Es war ungewohnt lange kalt in diesem Frühjahr geblieben. Gestern schneite es und in der letzten Nacht ging es noch mal bis auf 0°C runter. Wir sind das in Folge der allgemeinen Erwärmung und des milden Februars nicht mehr gewöhnt, aber das ist eigentlich das für April und Mai normale Wetter. Dieses zeitlich immer weiter in in Richtung Frühling verschobene Temperaturminimum ist eindeutig eine Folge des CO2-Anstiegs. CO2 ist zwar kein echtes Treibhausgas, der Begriff ist irreführend, aber es verstärkt den Infrarot-Anteil im Sonnenlicht und wirkt dadurch so lange temperatursteigernd, wie die Sonne scheint. Damit bremst es die winterliche Auskühlung von Boden und Wasser, beides erreicht dadurch immer später im Jahr seine tiefsten Temperaturen. Früher war das im Januar, jetzt ist es Anfang März.

Diese zeitliche Verschiebung des Temperaturminimums immer weiter in die länger werdenden Tage hinein schafft den Pflanzen Probleme. An Rosen fällt mir immer mehr Pilzbefall im Frühling auf. Erfahrene Rosenzüchter sagen mir, dass sie früher nie so schlechte Rosen nach dem Winter hatten. 
Hinzu kommt, dass vor allem Gehölze ihre Winterreserven bei zu milden Temperaturen zu schnell aufbrauchen und bereits im Februar mit dem Austrieb begonnen haben. Dann wurde es noch mal Winter, dann kurzzeitig sehr warm und dann von Mitte März an durchgehend nasskalt. Die Feuchtigkeit dringt zwar nicht vollständig in den 3 m tief ausgedörrten Boden, aber sie verschafft unserer Natur eine Atempause nach nunmehr insgesamt 4 Dürrejahren (außer 2017 und 2020 war auch nicht ganz so trocken). 
Aber viele Pflanzen müssen jetzt ein zweites Mal austreiben und haben nicht mehr genügend Kraft dafür.

Das Thema wird noch eine Herausforderung. Denn einfach wärmeliebendere Arten zu pflanzen hilft gegen dieses Problem nicht. Die Natur aufmerksam beobachten, wie sie die Artenzusammensetzung ändert, wird uns einige Hinweise geben.

Die Nachtfröste dürften jetzt vorbei sein. Tropische Pflanzen wie die chinesischen Geldbäume, Ficus und Flamingoblumen stehen jetzt noch am besten im Gewächshaus. Ebenso Gurkensämlinge. Kürbis, Tomaten und die meisten übrigen Zimmerpflanzen können aber jetzt wieder raus. Aber sie müssen in den Halbschatten und erst langsam wieder an das Sonnenlicht gewöhnt werden. 

Stauden können jetzt noch umgepflanzt werden. Ich würde das aber auf das Notwendigste beschränken, wegen des bevorstehenden Sommers. Das sind z. B. notwendige Umpflanzungen, wenn Stauden ineinander wachsen. Grundsätzliche Umgestaltungen werden besser im Herbst durchgeführt.

 

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