Aktuelle Gartentipps

Stand: 21.4.2019

Die Jahrszeiten entwickeln sich zurzeit etwa einen Monat früher als sonst. Bei Tagestemperaturen von 20° und mehr können wir schon vom Vollfrühling sprechen, den wir normalerweise erst in der zweiten Maihälfte haben. Die Nachttemperaturen im unteren einstelligen Bereich erinnern uns aber daran, dass wir uns noch im April befinden. 
Auch wenn die aufgeheizten Meere weltweit die Luft erwärmen, bleibt doch der Sonnenstand im Jahreszyklus der gleiche wie in den letzten 30 000 Jahren. Was bedeutet, dass die Sonne in Mitteleuropa erst jetzt den Boden auch in tieferen Schichten erwärmt. 

Seit dem 9. April erreicht die Sonne auf dem Breitengrad von Berlin mittags wieder eine Höhe von mehr als 45°. Die Stunden der kurzen Schatten wachsen rasch und zum Schutz vor Austrocknung ist es Zeit, den Boden zu bedecken. Bei der Materialauswahl ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nur mit Rasenschnitt sollte man sparsam umgehen. In größeren Mengen stockt dieser und lässt nur schwer den seltenen Regen durch. 
Ich musste erst vor drei Wochen eine etwa 10-jährige Thujahecke roden. Die Besitzer hatten es gut gemeint und ihren Rasenschnitt unter die Hecke gepackt. Diese holte sich die Nährstoffe aus der obersten Bodenschicht. Verwöhnt von dieser Düngung bildete sie kräftige aber sehr kurze Wurzeln. Dies wurde der Hecke im trockenen 2018 zum Verhängnis, denn der oberste Grundwasserleiter sank auf eine Höhe unterhalb der Wurzeln. Beim Ausgraben der Pflanzen fand ich sehr trockene Erde darunter, da war kein Tropfen mehr zu holen.

"Grünt die Esche vor der Eiche, gibt's ne große Bleiche. 
Grünt die Eiche vor der Esche, gibt's ne große Wäsche." 

Das ist eine der wenigen Wetterregeln, die nach eigener Beobachtung nahezu immer zutrifft. Als ich am 18.4. die erste Eiche zaghaft ergrünen sah, machte ich mich auf dem Weg zu den Eschen, die man mittlerweile suchen muss. Denn die Eschen sind Bäume der Hartholzaue, sie kommen auf trockenen Böden kaum noch zurecht. Etwa 7 von 10 Eschen hatten schon Blüten und erste Blätter, ein paar waren aber noch ganz ohne grün. 
Meine Hoffnung auf eine Überschneidung der beiden Arten (in solchen Jahren sprachen die Wetterreporter gern von sogenannten Schaukelsommern, mir gefallen diese aber am besten) schwand bereits am Abend, als die erste Eiche bei mir in der Sonnengärtnerei aufplatzende Knospen zeigte. 
In den beiden Folgetagen ging es dann sehr schnell. Es sind jetzt mehrere Eichen mit zartem Grün und die Eschen haben das Rennen auch in diesem Jahr wieder gewonnen. Da zwischen beiden Arten nur wenige Tage liegen, hoffe zumindest auf ein paar Regenfälle im zu erwartendem trockenem Sommer. 

Mit den Gartenarbeiten sollten wir uns darauf einstellen: Sparsam mit dem Wasser umgehen und so gezielt gießen, dass das Wasser unter die Bodenbedeckung kommt. Das bedeutet: Regner und Brausen sind out, sie brauchen einfach zu lange und zu viel Wasser, bis dieses durch den Mulch kommt. Dabei verdunstet ein großer Teil des Wassers. Besser mit der Kanne ohne Brause bzw. mit dem Schlauch gezielt um die Pflanzen gießen, so kommt das Wasser vollständig in großer Menge an die Pflanzen. Und früh morgens gießen, da verwerten die Pflanzen das Wasser am besten, denn sie können Wasser nur zusammen mit Sonnenlicht verarbeiten.

 

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