Das Klima, CO2 und das liebe Geld 

21.12.2019

Ich habe mich schon lange vor unseren Nachkommen geschämt, in welch schlimmen Zustand wir ihnen unseren Planeten hinterlassen. Viele Eltern machen sich darüber Gedanken, wie es ihren Kindern einst gehen wird, wenn sie nicht mehr da sind. Viele tun einiges dafür, dass ihre Kinder den bestmöglichen Start ins Leben haben, dass sie Wohlstand haben und ihnen möglichst keine Schulden hinterlassen werden. 

Aber wenn es um unsere Erde und die Lebensgrundlagen unserer Kinder geht, sieht es leider anders aus. Einige der Älteren, die doch Vorbild sein sollen, meinen: "Das erleben wir doch sowieso nicht mehr." Die meisten berufen sich auf Unkenntnis, einige haben mir schon gesagt: "Die Fachleute werden schon was erfinden gegen die Umweltzerstörung." Es fand in den letzten 30 Jahren ein in meinen Augen schlimmer Verdrängungsprozess statt. Viele verstehen die Zusammenhänge nicht oder wollen sie nicht verstehen. Das ökologische System unserer Erde ist ja auch wirklich so komplex, dass selbst die besten Fachleute oft unsicher in den notwendigen Prioritäten sind. Die Grundlagen der Ökologie sind aber recht einfach: 

Pflanzen machen aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser Biomasse und bauen in diese die Energie aus dem Sonnenlicht ein. Sie sind damit die Grundlage allen Lebens. Nur wenn es genügend grüne Pflanzen gibt, ist der Fortbestand des Lebens auf der Erde gesichert. 

Ein weiterer Grundsatz ist: Je mehr Arten in einem Ökosystem leben, desto gesünder ist das Ökosystem. Die Artenvielfalt (Biodiversität) ist das natürliche Immunsystem unsere Biosphäre.

Erfreulicherweise haben seit 2018 die Kinder inzwischen weltweit die Sache in die Hand genommen. Ich finde den Schuldenberg an Schäden, den wir den Kindern hinterlassen, noch immer schlimm. Aber jetzt können wir Älteren den Kindern mit unserem Erfahrungsschatz zur Seite stehen. Zumindest müssen wir sie nicht allein lassen bei ihren Versuchen, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu stoppen.

Leider passiert aber mal wieder genau das. Die verantwortlichen Politiker üben sich einerseits gerade in blindem Aktionismus, irgendetwas zu tun, um die streikenden Kinder und mittlerweile auch Erwachsenen zu besänftigen, egal wie sinnfrei es auch ist. Außerdem werden die Maßnahmen wie schon seit 20 Jahren auf die Reduzierung der CO2-Emmissionen reduziert, was zwar den Temperaturanstieg etwas bremsen könnte, aber in keiner Weise unsere Lebensgrundlagen sichert. 

Warum das Klimapaket der Bundesregierung wirkungslos bleibt: 

Der grundlegende Fehler im Klimaschutzpaket ist die ausschließliche Fokussierung auf die CO2-Emmissionen. Selbst stärkere Treibhausgase wie Methan werden außen vor gelassen. 

Wenn wir den Anstieg des CO2-Gehalts in unserer Atmosphäre stoppen und wieder rückgängig machen wollen, müssen wir aber den gesamten Kreislauf des Kohlenstoffs in die Maßnahmen einbeziehen. 

Kohlenstoff ist auf der Erde größtenteils in Biomasse gebunden (außer dem Vorkommen als Diamanten), befindet sich aber auch im Kreislauf in Gestalt des CO2

Biomasse, das sind 

wir Menschen, 

alle Tiere, 

alle Pflanzen, 

alle Pilze und Mikroben, 

der Humus in der Erde, 

der Torf in den Mooren, 

die Braun- und Steinkohle, 

das Erdöl und als umgewandelte Biomasse auch das Erdgas. 

Je weniger Biomasse auf der Erde ist, desto höher wird der CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre. Denn Kohlenstoff geht nicht verloren. 

Das gerade beschlossene Klimapaket der Bundesregierung betrachtet nur den Kohlenstoff in den fossilen Energieträgern. Das ist schon mal ein Anfang, reicht aber nicht. 

Handel mit Torf verbieten

Außen vor ist bis jetzt z. B. der Torf, der jedes Jahr tonnenweise in Gartenmärkten verkauft wird. Torf ist gebundener Kohlenstoff, der über Jahrtausende unter Wasser angereichert wurde. Er ist die Vorstufe von Braunkohle, die vor mehreren Millionen Jahren aus Torf entstanden ist. Im Torf sind eingeschlossene Pflanzenfasern und auch Tiere auch nach Jahrtausenden noch sehr gut erhalten, der Torf war unter Wasser und unter Luftabschluss praktisch konserviert. 
Wird Torf abgebaut und kommt er in Form von Gartenerde abwechselnd mit Wasser und Sauerstoff in Kontakt, oxydiert der Kohlenstoff im Torf zu CO
2. Und das sind jährlich erhebliche Mengen. 

Für den Klimaschutz reicht es nicht, zu sagen: Der Torf wird ja nicht bei uns sondern im Baltikum und in Russland abgebaut, das sind deren Klimabilanzen. Und was scheren und die Torfbrände in Folge des Abbaus, das sind deren Probleme. 

Die Wirkung betrifft uns alle. Und ohne den massenhaften Verkauf von Torf bei uns, wären diese CO2-Emissionen deutlich geringer. 

Klimaschutz wird erst mit einem Verbot des Handels mit Torf wirksam! Ausnahmen sollten wenn überhaupt nur noch in geringem Umfang für den Anbau von Moorbeetpflanzen zugelassen werden, wobei es auch hier Alternativen gibt. 

Karbonisierung der Böden prämieren

Der Humus in unserer Erde besteht mit aus Kohlenstoff. Mit dem Einbringen von Mist hatten die Bauern früher die Kohlenstoffvorräte im Boden immer wieder aufgefüllt. Noch wirksamer ist Kompost. 

Die Versorgung der Böden mit Kohlenstoff ist aufwändig, die meisten Landwirte sparen sich das und düngen nur noch mineralisch oder mit Gülle. Beides enthält so gut wie keinen Kohlenstoff. Die Folge: Der Humusgehalt im Boden sinkt, in der Folge steigt der CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre. 

Wenn auf der einen Seite für CO2-Emissionen Abgaben eingezogen werden, dann ist es nur gerecht, wenn das Einbringen von Kohlenstoff in die Böden aus diesem Topf der Abgaben prämiert wird. 

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