... zu unserer Gegenwart ...

22.2.2020

Im Beitrag Vom Anfang des Universums ... habe ich erklärt, wie ich unsere Welt wahrnehme. Aus dieser Sicht ergibt sich mein Handeln. Die jüngsten Ereignisse im Zentrum unserer Milchstraße veranlassen mich, darüber zu schreiben. 

Im Herbst 2019 gab es die Meldung, dass das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraßen-Galaxie gefräßiger geworden ist. Bis dahin wurde beobachtet, dass es in etwa täglich Materie in der Größenordnung eines Planeten einsaugte. Der Astrophysiker Carl Sagan erklärte das in den 1980er Jahren in seiner Doku-Serie "Unser Kosmos" ebenfalls. Und er erklärte, dass es irgendwann in der Zukunft, wenn dieses zentrale schwarze Loch auf diese Weise eine kritische Eigenmasse überschreitet, gefräßiger wird, dass es dann täglich die Masse einer Sonne einsaugt. Er erklärte weiter, dass dies das Gefüge unserer Galaxie verändern wird: 

Die zentralen Teile des Spiralnebels werden in das schwarze Loch eingesaugt. Gleichzeitig nimmt die Rotation des Spiralnebels derart zu, dass seine äußeren Teile in den interstellaren Raum geschleudert werden. Unser Sonnensystem befindet sich im äußeren Bereich, wird also mit von der Milchstraßenmitte weg geschleudert.

Diese Aussagen von Carl Sagan wurden mir bei der Meldung, dass unser zentrales schwarzes Loch jetzt täglich die Masse einer Sonne verschlingt, wieder in meiner Erinnerung lebendig. Gleichzeitig erinnerte ich mich an einige Prophezeiungen in der Bibel, die das Ende der Ordnung von Sonne, Mond und Sterne vorhersagen. Tatsächlich wird es, wenn wir unsere Galaxie verlassen, außer den bekannten Planeten keine weiteren Sterne sichtbar für uns mehr geben, nur noch ein paar Nebel und der Rest unserer Milchstraße wird dann der für uns größte Spiralnebel sein. 

Ich fühle mich in meiner Theorie bestätigt, das sich der Weltraum nicht ausdehnt, sondern sich viele Gravitationszentren immer weiter zusammen ziehen, angetrieben durch die schwarzen Löcher im Zentrum vieler Galaxien. Durch das Kleiner werden der Galaxien vergrößert sich das Verhältnis zwischen Größe und Abstand. Die treibende Energie ist die Gravitationskraft, die tatsächlich beschleunigend wirkt, wie wir es gerade im Zentrum unserer Milchstraße erleben. Viele Astrophysiker haben es schon lange vorhergesagt, dass unser zentrales schwarzes Loch irgendwann gefräßiger wird. Mich überrascht nur, dass dies zu meinen Lebzeiten passiert. 

Die Verdichtung der Materie nimmt also zu, und zwar immer schneller. Mir wird aber noch etwas anderes bewusst, und auch wenn das jetzt noch mehr Verwirrung stiftet: Wir sind vom zentralen schwarzen Loch unserer Galaxie etwa 30 000 Lichtjahre entfernt. Wenn also das Licht vom Zentrum bis zu uns 30 000 Jahre braucht, haben die heute beobachteten Ereignisse schon vor 30 000 Jahre statt gefunden. 

Dies sagt mir zweierlei: 

Die vielen Propheten und Seher haben etwas gesehen, was bereits statt gefunden hat, was sie glaubwürdiger macht, auch wenn es nicht erklärt, wie sie an die Informationen gelangt sind. 

Wir sind weiter im Stand der kosmischen Entwicklung, als wir es überhaupt ahnen. 

Wenn ich so was sehe, kommen mir natürlich Fragen nach dem Sinn unseres Daseins. Bei diesen ganzen kosmischen Entwicklungen über sehr lange Zeiträume ist unser Leben im Vergleich nur ein Blinzeln, ein Wimpernschlag. Aber ist das wirklich so? Ist es so, dass wir das alles sowieso nicht erleben, weil es viel zu weit in der Zukunft ist? 

Im Koran soll es eine Sure geben, in der heißt es sinngemäß: "Die Menschen dehnen mit ihren Gedanken das All." Solche 1400 Jahre alten Aussagen verblüffen mich. Wie konnte der Prophet Mohammed schon damals etwas über die Ausdehnung des Alls wissen? Und ist da tatsächlich etwas dran? Ist unsere Gedankenkraft größer als es uns bewusst ist? Tatsächlich hat die scheinbare Ausdehnungsgeschwindigkeit des Weltraums mit seiner Eroberung durch uns zugenommen. Und erst nach der massenhaften Entdeckung ferner Exoplaneten in anderen Sonnensystemen unserer Galaxie wurde unser zentrales schwarzes Loch gefräßiger. 

Also beginnt unsere Verantwortung bereits mit unseren Gedanken? Oder folgen unsere Gedanken, Forschungen den schon vor 30 000 Jahren passierten Ereignissen, die uns erst jetzt erreichen? 

Und was ist mit unserem vergleichsweise kurzem Leben angesichts dieser Prozesse? Ist das wirklich so kurz? Erleben wir die weitere Entwicklung nicht? 

Die Beobachtung vieler Tiere sagt mir etwas anderes. 

Ich habe mich oft gefragt, woher die Meeresschildkröten gerade aus den Eiern geschlüpft ihren Weg zum Meer wissen. Und dass sie um ihr Leben laufen müssen. Das ist definitiv mehr als Instinkt. Wird dieses Wissen mit den Erbanlagen von Generation zu Generation weiter gegeben? Da die DNA sehr viel Informationen speichern kann, halte ich das für wahrscheinlich. 

Und die Monarchfalter in Amerika. Es sind Schmetterlinge, die mehrere tausend Kilometer weit ziehen, entsprechend der Jahreszeiten, wie wir es auch von den Zugvögeln kennen. Der Unterschied ist aber, dass sie zwei Generationen für einen Hin- und Rückflug brauchen. Die Schmetterlinge, die sich im Winterquartier aus Raupen in Falter verwandelt haben, fliegen exakt in das Tal, in dem ihre Eltern die gleiche Verwandlung durchlebt haben. Sie finden den Platz ihrer Eltern wieder, an dem sie selbst noch nie waren. Sie wissen den genauen Weg, sie kennen das Tal, die Futterpflanzen. Aber woher wissen sie das? 

Was ist, wenn diese Tiere nur deshalb das alles wissen, weil sie es wieder und wieder erleben? Solches angeborenes Wissen deute ich als Hinweis, dass sie immer wieder neu geboren werden. 

Wenn das aber zutreffen sollte, dann trifft es auch auf uns Menschen zu. Dann erleben wir alles was kommt, wenn nicht jetzt, dann in unseren nächsten Reinkarnationen. Und das zeigt uns unsere große Verantwortung, die wir vor der Welt und vor uns selbst haben. 

Wir Menschen und zwar nur wir entscheiden darüber, ob wir uns und allen pflanzlichen und tierlichen Mitbewohnern die Hölle auf Erden oder das Paradies bereiten.

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