Ein paar Begriffserklärungen im Umgang mit Corona-Viren und anderen Krankheiten

17.5.2020

Zum Thema Corona-Viren sind viele Informationen unterwegs, darunter richtige und falsche. Ich fange hier mal an zu sortieren.

Zunächst erst mal sind Corona-Viren nichts Neues. Sie wurden Anfang der 1960er Jahre erstmals unter entsprechend leistungsstarken Mikroskopen entdeckt und als Virengattung bestimmt. Sehr wahrscheinlich gibt es sie aber schon sehr viel länger. Eine künstliche Erschaffung dieser recht alten Virengattung durch Menschen halte ich für unwahrscheinlich, die einzelnen vor allem neueren Arten müssten im Hinblick auf die Frage der Entstehung aber einzeln betrachtet werden. Das ist aber ein anderes Thema.

Viele Viren verändern sich in regelmäßigen Zeitabständen. Bei der Grippe ist das lange bekannt und auf jede neue Art von Grippeviren werden neue Impfstoffe entwickelt. Die hinken logischerweise immer zeitlich etwas hinter der Evolution der Viren hinterher. 

Auch von den Corona-Viren verändern sich immer mal wieder welche zu neuen Arten. SARS-CoV-2 ist so ein neu entstandenes Virus. Und das alarmierte sehr schnell weltweit die Gesundheitsbehörden. Denn man wusste von den bisherigen Corona-Viren, dass sie bei geschwächten Menschen die Lunge angreifen können. Und das neue Virus war einmal in seiner Krankheitsform noch unbekannt, und da es neu war, hatte man noch gar nichts dagegen einzusetzen. 

Das war die Ausgangssituation Anfang 2020. Nun ein paar Fakten zu Grundbegriffen bei Infektionen: 

Antikörper

Wird ein Lebewesen mit einem Krankheitserreger infiziert, beginnt es, sich dagegen zu wehren, je nach dem bisherigen Zustand mehr oder weniger erfolgreich. Das trifft auch auf Pflanzen zu. Wenn Raupen, Läuse oder Spinnmilben sich zu stark vermehren, beginnt die Pflanze, gegen die jeweiligen Tierarten gerichtete Gifte zu produzieren. 

Borelliose wird über Antikörper nachgewiesen. Der Infizierte setzt sich mit den Borellien auseinander und produziert dabei Antikörper. Da er in dieser Zeit als ansteckend gilt, darf er z. B. bei vorhandenen Antikörpern kein Blut spenden. 

Warum soll das bei SARS-CoV-2 anders sein? Warum sollten Antikörper gegen dieses Virus nicht nur den Infizierten sondern auch seine Mitmenschen schützen?

Nun werden Virologen wohl meinen: Er vergleicht gerade Äpfel mit Birnen. Borellien sind Bakterien und Corona sind Viren. Deshalb ein weiteres Beispiel: 

Das in den 1980er Jahren entdeckte und gefürchtete AIDS-Virus wird überwiegend über vorhandene Antikörper nachgewiesen. Jeder Mensch, bei dem Antikörper gegen HIV im Blut nachgewiesen werden, wird davon informiert, dass er andere Menschen mit seinen Körperflüssigkeiten anstecken kann. 

Ein Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2-Viren ist insofern hilfreich, dass er eine Aussage trifft, welche Menschen eine Immunabwehr gegen diese Krankheit aufbauen. 
Aus diesem Nachweis abzuleiten, dass diese Menschen andere nicht mehr anstecken können, ist aber schlicht und einfach falsch! 

Impfung gegen SARS-CoV-2

Einer der Menschen, die mich Anfang der 1980er Jahre als junger Naturschützer fachlich begleiteten, war der Leiter unserer Kreisnaturschutzbehörde und gleichzeitig Kreisjagdbehörde. Er war selbst Jäger und er erzählte mir einiges zum Thema Tollwut. 

In dieser Zeit war die Tollwut noch ein Problem in vielen Gegenden. Auch bei uns gab es jedes Jahr weitreichende monatelangen Tollwutsperren wegen eines erkrankten Tieres. 
Entsprechend mussten sich auch die Jäger schützen. Ein paar meinten, ihre Hunde könnten sie problemlos anfassen (Die Erkenntnis, dass auch Tollwut selten über Berührung sondern über Körperflüssigkeiten vor allem durch Bisse übertragen wird, begann zu dieser Zeit gerade erst langsam durchzusickern.), ihre Hunde seien ja alle gegen Tollwut geimpft. Der Kreisjagdleiter erklärte dann den Jägern: "Ihr seid im Irrtum. Die Hunde können durch die Impfung nicht mehr an Tollwut erkranken. Sie können sie aber sehr wohl weiter übertragen, ohne dabei selbst zu erkranken! Die Impfung schützt nur die Hunde, aber nicht die Hundehalter vor der Krankheit, ebenso wenig andere nicht geimpfte Hunde, die mit den Jagdhunden in Kontakt kommen können." Es ging damals um die Frage, was ist, wenn die geimpften Hunde auf ein tollwütiges Tier treffen und anschließend mit ihren Besitzern in Kontakt kommen und ihnen z. B. das Gesicht ablecken wollen.

Warum sollte das bei SARS-CoV-2 anders sein? Die Erwartung, dass ein Geimpfter ohne Schutzmaßnahmen gegenüber seinen Mitmenschen wieder uneingeschränkt am täglichen Leben mit sozialen Kontakten teilnehmen kann, ist falsch. Denn er kann trotzdem weiter die Viren übertragen. 

Immunitätnachweise

Am Beispiel Windpocken: 

Die Windpocken werden durch ein Zostervirus verursacht. Praktisch jedes Kind macht diese Krankheit durch. Als Erwachsener soll die Erkrankung schwerer ausfallen. Niemand bekommt Windpocken mehr als einmal im Leben. Das Zostervirus ist aber nicht weg, es schlummert im Körper. So lange es keine Krankheit verursacht, soll es auch nicht ansteckend sein. 
Wenn man aber meist viele Jahre nach den überstandenen Windpocken besonderen Stress ausgesetzt ist, oder diesen hinter sich hat, kann das Zostervirus aufwachen und eine Gürtelrose hervorrufen. Wenn die soweit geht, dass sich eitrige Bläschen bilden, wird der Erkrankte hochansteckend. 

Die Immunität ist also zeitlich begrenzt, mitunter viele Jahre anhaltend, aber trotzdem begrenzt. Und sie sagt nichts über die Möglichkeit aus, andere zu infizieren. 

Ein Immunitätsnachweis gegen SARS-CoV-2 sagt also nur dem Betreffenden, dass er zur Zeit des Nachweises gerade immun gegen die Krankheit ist, mehr aber auch nicht. 

Artenvielfalt in uns

Bei allen z. T. aus verständlichen Gründen hektischen Maßnahmen gegen Covid-19 sollten wir eins nicht vergessen: 

Wir bestehen selbst aus Millionen von Mikroben. Der Anteil an Mikroben unseres Körpergewichts soll im Laufe unseres Lebens sogar auf 30 % wachsen. Neben den Antikörpern, die unser Körper gegen die verschiedensten Krankheiten produziert, sind diese Mikroben unser wirkliches Immunsystem. Je mehr Arten von Mikroben vor allem unseren Darm bevölkern, desto schwerer kann sich in dieser bereits belebten Gegend ein neuer Krankheitserreger ausbreiten. Und wenn er es doch tut, dann entweder, weil gerade eine Stelle frei geworden ist, weil die körpereigenen Mikroben durch ein Gift oder durch Nahrungsmangel verschwunden sind, oder weil der Krankheitserreger besser gefüttert wurde als die guten Mikroben. Das sollten wir von Zeit zu Zeit immer mal bedenken bei der Auswahl unserer Nahrung: Dass wir nicht nur uns, sondern auch unsere Darmflora füttern, und die braucht oft anderes Futter als wir. Im Gegensatz zu uns können viele Darmbakterien Zellulose verwerten und uns dabei noch im Gegenzug Vitamine wie B12 liefern. 

Also die richtige Ernährung ist oft die beste Medizin gegen Krankheiten.

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